!Sichere Zugangsdaten und Passwörter

Etwa 500 Millionen ausgespähte Zugangsdaten und Passwörter wurden vom Bundeskriminalamt auf einer Underground-Plattform gefunden. Nun kann diskret beim Hasso-Plattner-Institut durch die Angabe der E-Mail Adresse in einen IdentityLeakChecker herausgefunden werden, ob man selbst betroffen ist und evtl. auf der Liste steht.

In einer detaillierten E-Mail wird das Resultat mit Zeitpunkt des Leaks aufgelistet. Je nach Kombination sind Passwort, Name, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer, IP-Adresse oder auch Sozialversicherungsnummer möglich. Dabei kann ein Dienst auftauchen, der noch nie, versehentlich oder absichtlich falsch genutzt wurde. Dies lässt sich nur durch zusenden des Passwortes des jeweiligen Dienstes genauer ermitteln.

Um sicher zu gehen, sollte in jedem Fall das Passwort sofort geändert werden, erst recht, wenn das gleiche Passwort bei mehreren Diensten (z.B. E-Mail, Amazon, PayPal, eBay usw.) benutzt wird.

Der sichere Arbeitsplatz

Durch den "speziellen" USB-Stick (z.B. am Schlüsselbund) haben Sie Ihre Daten nun sicher im Griff und wie sieht es mit dem Arbeitsplatz aus? Wissenschaftler haben Büros untersucht – mit erschreckendem Ergebnis wie das Ranking der AZ-München und WiWo zeigt. Wasserhähne, Fahrstuhltasten und Kopierer geben die meisten Bakterien weiter. Das Telefon hat durch spucken, Niesen oder Husten 1600 Bakterien allein auf 2,5 cm². 700 Bakterien fand man auf der Tastatur und 600 auf der Maus. Auf der Toilette sind es gerade mal 59. Reinigen Sie also mal wieder Ihre Eingabegeräte.

Die sichere Hardware

Passwörter gehören definitiv nicht auf einem Notizzettel an den Monitor geheftet, unter dem Laptop versteckt oder in eine Schublade abgelegt! Ausdrucken und in den Save legen wäre ok, aber nicht praktisch. Ein USB-Stick und spezielle Software ist die bessere Lösung. Mit der Freeware "USB Raptor" lässt sich ein Sicherheitsschlüssel via USB-Stick erstellen. Entfernt man diesen, wird der Computer gesperrt oder sogar optional Stumm geschaltet. Somit hat in Ihrer Abwesenheit niemand Zugriff auf Ihr System. Zur Sicherheit kann ein zusätzliches Passwort festgelegt werden, sollte der Stick einmal Abhandenkommen. Passend wählen Sie bei „KeePass“ die V2 als portable zum Download - diese bietet etwas mehr Funktionen.

Die sichere Software

Mit dem kostenlosen Passwort-Manager „KeePass“ lassen sich durch die momentan besten Verschlüsselungsalgorithmen (AES/Twofish) sichere Passwörter generieren und verwalten. Die Datenbank wird zusätzlich durch ein Master-Passwort geschützt. Das sollte man sich sich gut merken, z.B. mittels eigener Bildschirmsperre. So prägen Sie es sich konstant ein. Das vielseitige Tool kann Formulare und Logins automatisiert ausfüllen. Es bietet Ports für zahlreiche Betriebssysteme und Smartphones an. Zudem Netzwerk sowie Multi-User fähig und lässt sich durch Plugins z.B. für andere Browser erweitern.

Das sichere Passwort

Passwörter sollten regelmäßig (jedes Quartal/2-3x im Jahr) geändert werden. Empfehlenswert sind mind. 8 Zeichen, jedoch 16 und mehr sind da schon sicherer. Komplex sollte es sein, durch abwechselnde Klein- und Großbuchstaben, gemischt mit Zahlen und Sonderzeichen. Benutzen Sie weder Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer, Name der Ehepartners, Haustier, Verwandte, Bekannte, Freunde, Kennzeichen, Firma oder Wörter die im Duden und Wikipedia stehen! Vermeiden Sie Ihren Google, Facebook, Apple-ID o.ä. Account für Anmeldungen bei anderen Diensten. Je nach Wichtigkeit sollte pro Dienst - ein Passwort erstellt werden, wenn möglich mit Doppel-Authentifizierung. Somit bleiben gestohlene Passwörter völlig unabhängig. Eine Anleitung für Facebook, WhatsApp, Google, Twitter, Dropbox und PayPal finden Sie hier.