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updated @ 30.08.17

Techno Kultur (INFINITY) von CAMBODUNUM @ 01.08/2002

Seit Mitte der 80er Jahre hat sich eine einzige Musikkultur wirklich rasant entwickelt. Diese wird (nahezu) ausschließlich mit elektronischen Instrumenten komponiert bzw. realisiert (Computer, Synthesizer, Samples etc.). Es geht um TECHNO! Das Wort Techno steht sowohl für elektronisch produzierte Musik allgemein, als auch für die zur Musik gehörige Szene. Dadurch, dass man während dem komponieren die jeweiligen Stücke anhören und sofort verändern oder verbessern kann, treten herkömmliche Regeln in den Hintergrund. Der Komponist probiert so lange herum, bis er mit seinem Werk zufrieden ist. Durch die Vielfalt an Möglichkeiten, die diese Technik liefert, entstehen laufend neue Stilarten.

Es gibt an die 50 Stilarten bei Techno (z.B. Detroit, House, Progressive House, Happy House, Trance, Goa, Hardcore, Gabber, Schranz, Ambient, Jungle, Drum'´n`Bass uvw.). Oberflächlich betrachtet sind die Bassschläge pro Minute (bpm = beats per minute) das eigentliche Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Stile, denn bei den meisten Liedern sind die synthetischen Klänge und Geräusche mit Bass unterlegt. Die von den Bassschlägen her schnellste Stilart ist Gabber (bis zu 250 bpm). Mit 170-190 bpm gehört Hardcore und Drum'n'Bass allerdings zu den härtesten Varianten des Techno. Vergleich: Das menschliche Herz schlägt ungefähr 80 mal pro Minute. Ambient dagegen hat weiche Klänge mit einem unaufdringlichen Rhythmus. House hat in der Regel 110-130 bpm. Ab 700 bpm nimmt das menschliche Ohr nur noch einen Dauerton war.

Den Grundstein der Techno-Bewegung legte bereits in den 70er Jahren die deutsche Gruppe Kraftwerk. Die Geburtsstätte von House ist Chicago. Der Name stammt von dem seit 1977 dort existierenden Club "WareHouse". Auch in Detroit wurde bereits in den 70er Jahren Techno produziert. Chicago-House und Detroit-Techno wurden von Schwarzen aus armen Verhältnissen produziert. Die Technik hierfür kam überwiegend aus Japan. Im Prinzip kann man aber sagen, dass Techno auf den verschiedenen Erdteilen der Welt fast gleichzeitig entstand, parallel zur Entwicklung der Computertechnologie.

In den 80er Jahren begannen immer mehr Leute Partys im Haus zu organisieren. Schon bald begann man extra für solche Gelegenheiten Musik zu produzieren, wodurch House entstand. In England wurden anfangs die Raves illegal veranstaltet. Eintrittskarten wurden auf dem Schwarzmarkt verkauft. Die Partys fanden in leerstehenden Fabrikhallen, stillgelegten U-Bahnhöfen und Abrisshäusern statt, wie z.B. der bekannte Tresor in Berlin. In einigen Ländern finden immer noch illegale Raves statt. Die Rave-Kultur hat das Musikgeschäft revolutioniert. Man hörte Musik auf Partys, feierte und tanzte dazu. Dem stand die Plattenindustrie lange Zeit fassungslos gegenüber, denn bei Techno gab es keine Stars und keine Musik die über Radio oder verkaufbare Tonträger funktionierte. Es gab einzig und allein diese unverkäufliche Party-Stimmung bei den Raves.

Anfang der 90er Jahre findet die Plattenindustrie schließlich doch noch einen Weg zur Vermarktung von Techno, nämlich über die DJs. Die Konsequenz daraus war, dass die DJs zwar ihre Alleinherrschaft verloren, dafür aber mit ihrer Musik viel Geld verdienten. Neben den DJs bestimmten nun auch TV-Sender wie VIVA oder MTV die neuen Trends und Wege von Techno. Ein gewaltiger Markt entstand. 1994 ist Techno zum Mainstream geworden, obwohl man immer stolz darauf ist, dass Techno aus dem Underground kam. Auch die ehemalige Underground-Szene ist gänzlich verschwunden. Techno wurde allgemein zugänglich und barg neue Dimensionen in der Unterhaltungsmusik. Man machte sich die neuen Technologien zunutze und der Sound klang so ähnlich wie die Musik von Computerspielen.

Jahrelang war Techno ein Synonym für elektronisch erzeugte Musik gewesen, doch ab 1990 bezeichnete man mit Techno jene Art elektronischer Tanzmusik, die aus dem "House" heraus entstanden ist. Physische Wirkungen der Musik wurden gezielt eingesetzt und man zielt mit Modernen technischen Mitteln auf Herz, Bauch und den Unterleib der Tanzenden. Die Musik wird zur Psycho-Droge. Als eine Folge der Kommerzialisierung von Techno, spalteten sich die Anhänger zunehmend in zwei Lager. Einerseits gibt es die sogenannte Rave-Kultur, die die DJs als Stars empor hebt und anhimmelt. Andererseits gibt es die innovative Clubkultur, von der Neuen Ideen ausgehen. Die mitunter und die revolutionären Sounds, spontane Improvisationen und kreative Experimente in die Musik einbringt. Es entsteht eine Kluft zwischen den DJs der Rave-Kultur und jenen der Clubkultur.

Mitte der 90er Jahre näherte sich Techno bedenklich dem üblichen Popgeschäft, dem die DJs aber ursprünglich entgegentreten wollten. Ein weiterer Konflikt in der Szene entstand durch die Verwendung von CD´s. Wobei Vinyl weiter die Oberhand behielt. Am Anfang von Techno standen die Akteure im Hintergrund, die Musik allein war wichtig. Doch durch die fortschreitende Kommerzialisierung von Techno arbeiteten die DJs nicht mehr im Hintergrund, sondern thronten auf einer Bühne, wo sie sich vom tanzenden Publikum feiern ließen. Techno ist nicht Musik zum Anhören, sondern auch zum Arbeiten. Die Musik ist ein Gebrauchsgegenstand. Die Tracks sind nicht fertige Songs, sondern Bausteine, die der DJ gezielt einsetzt, kombiniert und mischt. Des weiteren gibt es neue Abmischungen eines Tracks, den Remix. Er ist zwar an sich nicht neu, aber wurde früher nicht in diesem Ausmass angewandt. Manchmal sind diese sogar besser als das Original.

Techno ist die Musik die man nicht nur hört, sondern auch am ganzen Körper fühlt. Getanzt wird bis zum Morgengrauen. Wer nicht durchhält pusched sich mit Red Bull und Guarana. Tanzfläche ist überall, wichtig ist nur der Spaß. Kleidung ist alles, was schrill, anders oder ungewöhnlich ist. Techno-Partys sind der ideale Ort zur Selbstdarstellung. Man tanzt sich in Ekstase und endet schließlich am Rand der Erschöpfung. Partys gibt es viele, aber am bekanntesten ist die Loveparade, der grösste Open-Air Rave (Festival) der Welt. Die Menschen tanzten auf der Strasse, der Sound kam von LKW´s. 1994 kamen ca. 120.000 Menschen, ein Jahr später an die 250.000 und 1997 sogar knapp 1.000.000 (1 Million). Der Organisator der Loveparade Dr. Motte aus Berlin hat 1989 das ganze ins Leben gerufen. Leider gab es 2010 einen schrecklichen Vorfall, was (erst mal) das aus bedeute. Die zweitgrößte Veranstaltung hierzulande ist die Mayday, die jährlich stattfindet.

Bei solchen Großveranstaltungen kommen Jugend und Kommerz gut miteinander aus. Die Ideologie beschränkt sich auf "Fun & Party", was jeder so feiern soll, wie er will! Die Discomusik der 80er und 90er Jahre, ist eigentlich Volksmusik. Auf einem Rave ist alles erlaubt was Mode und Tanzen betrifft. Außerdem herrscht eine totale Gewaltlosigkeit und die TOLERANZ wird immer groß geschrieben. Sehr wichtig bei einem Techno-Festival sind Chillout-Räume (to chill = abkühlen), wo man sich ausruhen kann und ein DJ dazu Ambient Musik auflegt. Man sammelt Kräfte um weiter zu tanzen!

Hallo Gemeinde (INFINITY) von DJ THRANX @ 12.01/1998

Einen virtuellen schönen Tag allen House und Techno - Jet Brüdern. Eine tolle Sache die unser Chummer M.F. da am laufen hält. Und da dachte ich mir so, auch ich könnte meinen Teil dazu beitragen und mich ein wenig mit Party Previews beschäftigen. Ich fang am besten mit dem 26.12.1997 an, wo sich alle zur heiligen Weihnachtsfeierrei im GO-IN trafen. X-Mas High Noon hieß das frevelhafte und von allen normal denkenden, streng gläubigen und das Weihnachtsfest als Fest der Ruhe, der Besinnlichkeit und der Liebe ansehenden Mitbürgern, sicherlich als ketzerisch angesehene, Fest. Aber eintausendneunhundertsiebenundneunzig Jahre der Langeweile an diesen Tagen muss auch wirklich reichen. Auf X-Mas High Noon haben sich auch alle geliebt, bis auf wenige Ausnahmen. Und auch Ruhe konnte man finden, beim Einwerfen von neuen Brennwerten und Vitaminen, die dem Körper auf solchen Partys oft zu schnell entzogen werden! Weswegen nur?

Dazu musste man nur zum free Buffet gehen wo´s viel lecker Niam Niam gab. Nebenan bei "Big Mama Cake" konnte man auch die notwendige Portion Besinnlichkeit und einen riesen Haufen süßer Waffeln bekommen. Aber auch Mama Fuhr musste bald einsehen, dass der Hunger vieler aufgrund autodestruktiver Verhaltensweisen enorm gebremst ist. So konnten sich einige dann ein Gratisfrühstück in Form von Waffelteig mit nach Hause nehmen. Auch das Line-Up dieses Abends war durchaus christlich. Ganz obenauf stand DJ Tomcraft aus Bayerns Hauptdorf München. Auch wenn einige, ewig nach Negativem suchende "früher war alles besser" Hirnis meinten, wir sollen doch mal wieder einen bekannten DJ buchen, so möchte ich diese Kritik spätestens nach Tomcraft´s Werbeerfolg mit seinem MYSTIC TRANCE Hit Mix auf PRO7, entkräftet wissen. Ein echter Star also. Auch die Allüren waren dementsprechend. So nach dem Motto: spät kommen, dafür aber früher wieder gehen! Was soll´s. München wurde ja auch noch durch einen zweiten Vertreter der Plattenaufleger Kaste vertreten.

Mike "The Machine" Nouveau. Many Greetinxx an die netten (!) Leute vom Nachtwerk Club und Ex-Leute. Nachdem ich den Nachtwerk Flyer für Februar gesehen habe, möchte ich einen von diesen schönen Grüßen ausschließen. Vielen Dank noch mal Herr Penker. Ansonsten waren noch einige DJs aus Infinity´s Stall zu hören, wie HE-C, TROLL, THRANX, JAY ROCK, B-NICE u.v.m., zu sehen und gelegentlich auch mal zu fassen! Alles in Allem, und ich vertrete hier meine eigene ganz persönliche Meinung, war es eine geile Paadi. Und die Stimmung war sicher mit mehr positiven Vibes gefüllt, als in den Meisten Wohnzimmern an diesen Tagen. Und den Leuten, die trotzdem wieder nur nach Fehlern und negativen Dingen Ausschau gehalten haben, kann ich nur sagen: Bleibt doch einfach zu Hause und vergnügt Euch beim (Berlin House) TV gucken. Ihr verpasst sowieso die ganze Party wegen Euren Scheuklappen an den Augen.

Deswegen haben viele vielleicht auch noch gar nicht bemerkt, dass es in Kempten, bereits seit geraumer Zeit einen neuen Club gibt. Das Nachtschicht wäre eigentlich ein schöner Club mit einer für Kempten sehr amtlichen Sperrzeit von sage und schreibe 5 Uhr. Man stelle sich die unsagbaren Qualen und Anstrengungen des bornierten Kemptener Stadtrates vor, von völlig veralteten und überholten, vom Zahn der Zeit zernagten Vorstellungen und Weltansichten abzuweichen und einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen. War´s denn nun wirklich so schwer Herr Bürgermoasta? Wie gesagt also, das Nachtschicht wäre ein schöner Club, wären ab und zu mal mehr als eine Hand voll Guests da. Ich schreibe jetzt nur über den Freitag, wohlgemerkt. Jetzt gibt es endlich mal nen Club, wo man bis fünf abzappeln kann und dann geht keiner hin!

Ach ja, wir sind ja im NETZ, übt doch mal Kritik, so offen und ehrlich wie sonst nur hintenrum gelästert wird. Also ab in den virtuellen Meckerkasten. Ihr wundert Euch vielleicht warum auf der Infinity Page über andere Partys und Clubs geschrieben wird. Tja ganz easy. Wir haben hier in unserem zwar wunderschönen, doch mit eiserner, schwarz/brauner, Hand regierten Allgäu nicht allzu viele Möglichkeiten fette Feste zu feiern. Also wenn sich schon mal die Gelegenheit bietet, sollten wir diese auch beim Schopfe packen. Und wenn´s auch wieder nur für ein paar Monate ist, bis unsere Exekutive wieder zuschlägt und das Feiern verbietet, weil Jugend- und Gesundheitsgefährdender viel zu schneller Bassschläge, die die Herzfrequenz in schädlichem Maße ansteigen lassen und dann durch den als selbstverständlich vorausgesetzten Extacy Konsum, zu Kreislaufzusammenbrüchen und Hirnschäden, bis hin zu gefährlichem Verlust der kognitiven sowie motorischen Kontrolle führen kann und uns schließlich zu hirnlos umherirrenden sabbernden und keifenden, mit dem Mund BPM´s erzeugenden Matschbirnen werden lässt. So in etwa könnte ich mir die Meinung vieler unserer Volksvertreter durchaus vorstellen. Wie sonst lässt sich die Voreingenommenheit und von Vorurteilen behafteten Ablehnung einer mittlerweile überall etablierten dem Zeitgeist entsprechenden Musikrichtung, erklären? Jedenfalls wäre es sehr bitter, wenn der Club Nachtschicht zumachen müsste, weil zu wenig los ist. Wenn er schon schließen müsste, dann wegen zuviel Party.

Im Nachtschicht wird sich auch einiges ändern in der nächsten Zeit. Es wurden schon einige interessante Bookings gemacht und einige noch interessantere in Arbeit. Auch wenn wir sehr geile DJs hier bei uns haben, die mit Sicherheit keinen Vergleich zu scheuen brauchen, muss wohl ab und zu einfach mal einer antanzen, der über 2000 Kröten kostet, damit die müden Feierknochen sich endlich mal wieder bewegen. Wie auch immer. Außerdem wird resident DJ HE-C selbst Hand anlegen und den etwas kahl geratenen Innenraum optisch tunen, via ständig wechselnden Dekomaterials. Apropos Deko. Am 13.02. könnt ihr euch einen Augenschmaus (schönes Wort) im Nachtschicht holen, denn da dreht das Infinity DJ-Team die Teller. Klingt very important, sind aber auch nur TROLL & THRANX in f-act. Wer jetzt schon wieder die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und denkt: Was gibt das wieder für eine Bretterei, dem sei zu seiner Beruhigung versichert, dass Unflexibilität und Engstirnigkeit nicht in übermäßigem Maße zu unseren negativen Tugenden gehören und somit ausreichend Abwechslung in unserem Set zu hören sein wird. Zurück zum Augenschmaus. "Chameleons" wird an diesem Tag seine Black Light Deko und andere entzückende Dinge im Nachtschicht zur Schau stellen, die auch schon des öfteren unsere ohnehin meist recht schräge Optik, noch um ein Weiteres versüßt hat. Also schwingt Eure müden Kadaver in eure Autos und erscheint zahlreich.

Wer solange nicht mehr warten möchte, dem sei empfohlen doch auch an den anderen Freitagen zu kommen. Schließlich trifft man sich ja auch nach wie vor noch jeden Montag in der Szene Disse "Rock Opera", oh sorry, jetzt ja nur noch "Opera". Warum nicht Pop Opera? Der war schlecht. Aber ich denke auch, dass über diesen Laden schon alle Witze gemacht wurden und er deswegen keine weitere Beachtung auf dieser Seite finden sollte. Nach diesem kleinen Seitenhieb sei nochmals kurz gesagt. Supported nicht immer die falschen Clubs. Genug der Werbelaberei. Lieber noch einige Dates die man sich merken sollte. So ist am kommenden Freitag DJ Linus aus München im Nachtschicht. Mixen hab ich ihn zwar selbst noch nicht gehört, aber wenn er so gut mixt wie er produziert, dann dürfte der Abend sehr viel versprechend werden. Einziger Nachteil ist, dass diese Seite gar nicht mehr rechtzeitig im Netz sein wird (Anmerkung von M.F.: Sein Set war langweilig und deswegen haben wir zusammen im Bistro-Kontrast Limes gesoffen, war luschtiger!). Der nächste auswärts DJ kommt uns dann erst wieder am 20.02. im Nachtschicht besuchen. Und es wird kein geringerer als Münchens Star DJ TOM NOVY sein. Sehr interessant auch für Star Groupies oder solche die es mal werden wollen.

Sollte der Club an diesem Abend nicht voll sein, dann sollte man sich doch ernsthaft mal überlegen am Freitag einen festen Schlagerabend oder dergleichen Scheiße zu veranstalten. Es ist sowieso unglaublich, dass sich der zweite Frühling des guten alten Schlager noch immer hinzieht und meine Nerven und meine wirklich hohe musikalische Toleranzgrenze auf eine eiserne Bewährungsprobe stellt, da ich nach wie vor nicht in der Lage bin, den Gedankengang eines Menschen nachzuvollziehen, der sich bei absolut gesundem Menschenverstand aus freien Stücken entscheidet auf eine Schlagerparty zu gehen, obwohl von vornherein klar ist, dass den ganzen Abend nur Scheißmusik läuft, die ihre Berechtigung in einer Zeit hatte in die sie auch rein gepasst hat. Wahrscheinlich rennen da jetzt alle hin, die sowieso schon immer gemeckert haben: "Früher war eh alles besser". Und in ihrem "Back to the Roots" - Wahn, sind dann die meisten wohl ein bisschen zu weit in die Vergangenheit abgedriftet und hängen jetzt dort fest. Welch einleuchtende These! Aber andererseits ist das schon gut so, dann muss man sich um so weniger mit ewig Gestrigen rumschlagen und sich ein Ohr weglabern lassen über die "good old times". Vielleicht lassen wir uns ja bis zum Ende des Millenniums alle wieder die Haare bis zum Arsch wachsen, tragen nur noch Hanf Klamotten, ernähren uns nur noch von Gemüse und Körnern, Esoterik ist unser Lebens bestimmender Weg und musikalisch füttern wir uns mit "Ouellwasserrauschen des Mekong" oder "Der Wind in einem sommerlichen Kornfeld". Und für die, die noch nicht weit genug in ihr Inneres und die Vergangenheit gekommen sind, haben wir ja immer noch die Kelly`s, die sicherlich viel leisten und versuchen Brücken zu bauen zwischen unserer doch so vom Konsum und Materialismus und dem Fortschritt zerfressenen modernen Zeit und der problemfreien und jeder Lebenssituation etwas Positiv abgewinnenden Öko Welt. Das kann´s doch wirklich nicht sein. Also ehrlich. Lieber lass ich mir eine Datenbuchse und einen "virtuellen Picture Booster" in die Rübe basteln, bevor ich mir diesen Esoterik Kram in die Birne ziehe. OK das führt jetzt eine wenig weit weg vom eigentlichen Sinn dieses Textes.

Am 27.02. versucht sich Infinity mal mit einem neuen Projekt: WINTER VIBES heißt das Ganze und wird das winterliche Gegenstück zum SUMMER VIBES Event im Go-In, das sich ja mittlerweile einen sehr guten Namen gemacht hat. Also hat Chris sich gedacht, wenn die Leute so auf abgefahrene und innovative Ideen stehen, dann sollen sie doch eine bekommen. Winter Vibes wird eine Open-Air Veranstaltung sein. So wie im Sommer mit Zeltdach, viel Deko (bei Schnee ganz abgefahren) und jede Menge kleiner Feuerchen im Ghetto-Stil und heißen und heiß machenden Schluckereien, wie heißer Jägermeister oder Fernet Grog und dergleichen leckeren (würg) Geschichten. An den, hoffentlich beheizten, Turntables werden an diesem Abend unter anderem TOMMY YAMAHA, der schon lange nicht mehr da war, THRANX, TROLL, MARC B. u.a. stehen und mit Eiszapfen an Nase und Fingern versuchen Mr. Bo-Frost zu vertreiben. Der Flyer müsste ja auch hier irgendwo rumschwirren. Der Vorverkauf läuft bereits und ich bin mächtig gespannt wie viel sich in die Kälte wagen, um den Versuch, dem Winter die Vibes des Sommers näher zu bringen, zu unterstützen. Leider konnten wir Miss Yeti für dieses Date nicht bekommen, da sie sich mit Mister Yeti und Reinhold "die Berge sind kein Spielplatz" Messner zu einem Fotoshooting in der Antarktis befinden. Doch es geht auch ohne Yetis, odä?

So, was gibt es sonst noch im Februar, was erwähnenswert wäre, grübel? Ach ja, wenn das Booking, das ich gestern nach Berlin geschickt habe, zustande kommt, ist am 21.02. der DJ CLE im Stilbruch. Ja, der Hannes und die Micha haben einige äußerst interessante Bookings in der nächsten Zeit, die aber zum größten Teil noch nicht sicher stehen und deswegen in der nächsten "MESSAGE" zu lesen sein werden. Hoffentlich gehen bis dahin auch mal eine paar Mails ein. Ob positiv oder bitterböse, ich werde mir jede einzelne vornehmen und meinen Senf dazu geben. Vielleicht ergibt sich durch die Wunderwelt des Internet ein wunderschöner und konstruktiver, sowie für alle belustigender Dialog. Für uns ist es überdies eine Möglichkeit die Stimmungen und Meinungen in der Allgäuer Partygemeinde besser kennen zu lernen, was sonst nur über den bisweilen doch sehr subjektiven, lästerlichen und vom Neid zerfressenen Volksmund zu erfahren war.

Also Leute, unterbrecht gelegentlich mal Euren Winterschlaf, schüttelt die Lethargie aus Euren unterkühlten Gehirnwindungen und stürzt Euch ins Feiergewimmel. Bald heißt es eh wieder Winter Ade und das Partyleben wird wieder zu einer Herausforderung und einer Zerreißprobe für den eigenen Körper und erst recht für den Kopf. Also besser gut trainiert und vorbereitet in diese Zeit gehen. Besser is das! Ich verabschiede mich mit den Worten eines großen, bedeutenden, in einem ebenso bedeutenden Club groß gewordenen, Disc-Jockeys, dessen Bekanntheitsgrad den der meisten hier im Ländle übersteigt: Tschüss - Ciao kommt´s alle gut heim!

A.H.F.

Data System (INFINITY) von DJ HE-C @ 07.11/1997

Vor vielen Jahren existierten einmal Menschen auf einem Planeten Namens ERDE. Sie waren intelligent, hatten Rangordnungen, politische Systeme und auch vom äußerlichen unterschieden Sie sich nur minimal von uns. Eigentlich waren Sie wie wir, unsere Vorfahren. Und es gab auf der Erde einmal eine Zeit, in der die jungen Leute noch in so genannte Discotheken oder auf Partys gingen. Auch gab es Raves und Clubnights, Gatherings, Open-Air Veranstaltungen und als Demonstrationen getarnte, gigantische Techno-Events mit 1.000.000 Besuchern und mehr. Damals, vor der Jahrtausendwende.

Aber dies alles fand ein jähes Ende, als ein gewisser DJ Popo als Bundeskanzler kandidierte und auch noch gewählt wurde. Er war zugleich Oberhaupt seiner eigenen Partei, KDTMDWU (Kommerz-demokratische "Tanz mir den Wolf" Union). Als seinen Führungsstab benannte er Squeezer und die Backstreet Boys. Das Amt des Ministers für das Bundesheer und die neu gegründete Söldnertruppe ZYX bekleidete ein gewisser "Captain Jack". Vollbachel Mola Adebisi wurde Medienminister. Der Jugendzeitschrift BRAVO wurden fortan einige politische Seiten eingeräumt, es gab BRAVO Nachrichten und einen BRAVO TV-Sender. Die erste Handlung des Kanzlers war, das Alter für Wahlberechtigung von 18 auf 12 Jahre herunterzuschrauben, somit waren die kommenden Jahre in der Staatsspitze gesichert, da auch die Kiddies wählen durften. Und wen würden diese lieber wählen als Ihr Idol DJ POPO?!

Techno-Partys und Raves wurden verboten, letzten Endes wurde sogar die Musik als Jugendgefährdend und schließlich auch als illegal bezeichnet. Techno-Verbot war verhängt worden. Es fanden im Untergrund weiterhin Techno-Events statt, der politische Druck war jedoch so groß, dass auch diese illegalen Partys irgendwann von der Bildfläche verschwanden. Absolutes Techno-Verbot. Bei Zuwiderhandlung folgten Gehirnwäsche und ein Kopf-Implantat mit dem gespeicherten Gesamtwerk DJ POPO`s, welches sich jeden Tag aufs neue automatisch abspielt. DJs wurden selektiert in Techno und Nicht-Techno. Wer als Techno DJ abgestempelt wurde, kam in ein von DJ POPO ins Leben gerufene kommerzielle Umerziehungslager. Dort wurden mit brutalsten Methoden die Verbrecher DJs resozialisiert. Wer dort wieder herauskam, wusste nicht einmal mehr, dass es Techno und House jemals gab!

Sämtliche Medien, egal ob Print, TV, Internet oder Radio wurden strengstens kontrolliert!

Nach dem Techno-Verbot folgten auch Hip-Hop, Grunge, Rock und sogar die klassische Musik. Der Kommerzsound blieb als einzige Stilart. Alle Record- und Clubwearshops mussten aufgrund aussterbender Kundschaft schließen. Ein wirtschaftliches Desaster bahnte sich an. Artikel, die mit Techno zu tun hatten, wurden vernichtet. Volks- und Schuhplattlermusik, sowie Folk-Musik wurde noch geduldet, um nicht bei den älteren Wählern in Ungnade zu fallen.

Die Zeit verstrich und die Kommerziellen behielten die Oberhand. Eine kleine Gruppe von Technos (wurden jedoch übersehen), verschanzte sich im Untergrund und plante einen Putschversuch. Alles war bis ins kleinste Detail vorbereitet und die Aktion "Weg mit der Kommerzherrschaft" hätte auch Erfolg gehabt, wenn die Kommerziellen nicht in letzter Sekunde Unterstützung vom Kelly Clan bekommen hätten! Nun war die Techno-Szene ausgemerzt. Nur noch Kommerz.

Alle ehemaligen Techno-Anhänger, wozu auch die Gabber, Breakbeat, Acid, House, Trip-Hop und Ambient Freunde zählten, wurden in "Kommerzians" um erzogen. Damit die jungen, übrig gebliebenen Leute nicht auf den Geschmack solch "schädigender" Musik kamen, vernichtete man alles Foto- und Filmmaterial, sowie CD`s, Tapes und andere Datenträger über diese Ära. Techno und seine Ableger gerieten in Vergessenheit.

Viele Jahre vergingen und die Bevölkerung verdummte mehr und mehr. Die Umliegenden Länder und kurz darauf alle Staaten dieser Erde orientierten sich am DJ POPO Konzept und so war Mutter Erde bald nur noch von kompletten Idioten besiedelt. DJ POPO wachte über allem. DJ POPO regierte die Welt.

Die Geschichte nahm ihren Lauf, als die Energie, welche durch diese unglaubliche Dummheit freigesetzt wurde, sich kompensierte und nach mehreren Vulkanausbrüchen, Erdbeben und anderen Naturkatastrophen schließlich zur Implosion des Planeten führte. Es herrschte Stille im Luftleeren Raum.

Wir waren allein. Wir, die Technos im Weltraum, die auf der Raumstation HE-C den "Free Techno - Space Rave" feierten. Wir wurden vergessen. Als der Terror begann, ließen wir uns ins All schießen, um dort gegen DJ POPO zu demonstrieren. Aber es war alles vergebens. Niemand außer uns ist noch da. Und wir raven immer noch. Hätten die Kids und Party-Gänger auf der Erde sich rechtzeitig gegen das Kommerzregime erhoben, wäre das alles niemals passiert und wir könnten auf unserem wunderschönen Planeten immer noch Partys, Raves, Geburtstage, Hochzeiten oder was auch immer feiern. Jetzt aber, nach 30 Jahren Weltraumfeierei geht unsere Nahrung und der Sauerstoffvorrat langsam zur Neige. Aber noch raven wir, mit DJs, Techno, Acid, House, Breakbeat, Gabber, Trip-Hop, Ambient und allem was sonst noch so dazu gehört.

Captain, HE-C

Sternzeit *07/11/2029* (letzter Eintrag)
HE-C.ShuttlestationComp.Data-System_7.02
*08/11/2029* ........................... {system error}
Battery Status: 0.02 % [system overload]
Life saving System: <1,4 % [CO² tanks empty] - [H²O tanks empty]
NavigationSystems: off
Controller: off
Shields: down
Reactor: energy level low
Power Status: <2% (no extern power batteries loaded)
Sound System: out of engine
Sound Status: no more music
Human Status: all humanoids dead (life possible)

incoming message
Sector 2.4 / 40,2
... unknown flying object identified
... extra terrestrial life on board
... calling us

Rave City (INFINITY) von DJ HE-C @ 03.10/1997

Es war wieder mal eine gelungene Sache die unser geliebter Chris aka DJ Troll von INFINITY da an den Start geschmissen hat. 20 Stunden RAVE CITY + Afterhour im GO-IN. Wieder mit Chameleons Deko, Buffet mit Spachtelmaterial, korrekte DJs, ein innovativer Live-Act, mehrere Locations, Friede, Freude, Eierkuchen sozusagen. Besuch aus München war auch da. Mike Nouveau aus dem Nachtwerk kam überraschender Weise - allerdings nicht zum auflegen, sondern zum feiern. Und der Allohol floss in schtrööömen ... zur Party. Das Buffet war relativ schnell geplündert. Aber war ja ohnehin klar, dass es nicht lange da stehen würde, schließlich kamen einige gerade von der Rave-City in München. Die gesamten Innereien, Krabbeltiere und Wackelpuddings wurden verputzt, ebenso die Südfrüchte und Obstzeug. Am meisten Nachfrage bestand jedoch - wie sollte es anders sein - von der gebrauten Bowle, wo drei Gläser für den Vollrausch völlig ausreichten und den Produkten mit reichlich Frühstückscerealien. Ja, richtig Ernährungsbewusste Menschen waren da!

Y-TEC, EIGHTBALL & MINNOSH haben als erstes auflegt. AQUALOGIC, der sonst ja meist als Live-Act Sublogic bzw. Aqualab agiert, legte ein progressives Set hin. PETER LAVELLE der "Dome" Resident DJ, übernahm um 17 Uhr lückenlos und spielte zur Überraschung vieler, ebenfalls progressiven Sound. Nach einer guten halben Stunde schwenkte er dann in die etwas trancig angehauchte Richtung über. Er war vorher noch im Dome in Lindau! Zwischenzeitlich tauchten die ersten Ladys auf. Im kleinen Club (unten) stand von 18:00 - 20:30 Uhr der aparte Housemeister Mr. SMART an den Plattentellern und verschönigte uns den Abend mit feinsten Housetunes. Rein Mixtechnisch gesehen war dies natürlich wieder ein Ereignis ohne Gleichen. Zumindest für die Herrschaften, die etwas davon verstehen! Dann DJ TONIC. Schließlich Live (22:30 - ca. Mitternacht), zuerst das neue Projekt "DAS LABOR" (M.F. & DJ Smart) mit experimentellen Klangcollagen, Effektmischereien, Musik auch ohne Bass (ja, das gibt's wirklich!) und schließlich noch etwas House Mukke.

Dann CAMBODUNUM. Der Live-Act von CAMBODUNUM Inc. (M.F. sowie Vocalist Jackson) strotze vor Innovation und öffnete vielen neue Horizonte was den Sound angeht. Was bei dem doch leicht überfüllten Raum dann aus den Speakern quillte, war TripHop oder auch BigBeat genannt. Rein Klangtechnisch pfiff die Anlage im Moonclub aus dem letzten Loch und es war vielleicht etwas zu laut, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Exzellenter Sound, der mit Sicherheit als sehr Innovativ bezeichnet werden kann! Bleibt die Frage offen, warum es da noch keine Veröffentlichung gegeben hat?! Es war ein Erlebnis für alle Anwesenden! PS: Happy Birthday, Manne! Der Kerl hatte an dem Tag nämlich Geburtstag! Nach der Gehörgangreinigung von Cambodunum & Co. durfte Y-TEC noch ca. zwei Stunden die Scheiben rotieren lassen. Ab 2:00 Uhr SUNDAY. Dazu später!

Im Club 2 unten lief ein Mischmasch aus Schlagern, Disco und House, was sich bis Party-Ende auch nicht mehr änderte. Aber einige Leute fanden das recht funny. Im oberen Club trieb ab 23:00 Uhr DJ THRANX sein Unwesen. Mixtechnisch wieder mal erste Sahne, ließ er die Party-Gänger zu progressiven Klängen kräftig abtanzen. Leichte Probleme bereiteten wie immer die unzählige Anzahl nicht Eintritt zahlen wollender Groupies, die entweder die von DJs gespielten Platten zählten oder nicht zu zahlen am Zahlmeister vorbeihuschen wollten. Aber nichts desto trotz mixte THRANX ein Set, bei dem sicherlich einigen einer abging!

Anschließend kam der aus Köln. DJ MASSIMO legte von 1:00 - 4:00 Uhr ein gutes, progressives Set hin. Nicht zu schnell und mit einem ganz erheblichen Groove-Faktor hielt er die Menge auf dem Floor. Er mischte die schwarzen Scheiben mit einer unglaublichen Ruhe und Sorgfalt, so dass man schließlich von einer sehr ausgewogenen musikalischen Darbietung sprechen kann und sollte. Der Sound rollte über drei Stunden gut durch das Obergeschoss und MASSIMO erklärte die Party-Gemeinde im darauf folgenden Gespräch für absolut tauglich! Zeitgleich spielten SUNDAY & Quietschi aka CRAXX im unterer Club, Ping-Pong. House war an der Tagesordnung. Dort war dann um ca. 4:00 Uhr Morgens Ende.

Ab 4:00 Samstag Früh, ging es dann oben im 1. Stock mit der Feierei weiter. Unser Infinity Häuptling TROLL ließ es langsam angehen, steigerte dann aber doch das Tempo und würzte schließlich noch mit einem Schuss Progressivität. Die gewohnte Härte in seinem Set, jedoch aber nicht eskalierte. Richtig nett war das. Meiner einer HE-C, sollte ja ab 6:00 Uhr die Teller drehen, aber TROLL war gerade so gut drauf, da wollte ich Ihm die Freude nicht nehmen. Es hieß ja, die Party geht bis 8:00 Uhr, also wär eine "kleine" Verzögerung nicht weiter schlimm. Als ich jedoch dann mal mit einem niederschmetternden Intro loslegte und daraufhin der Floor sich füllte (vor allem mit DJs), konnte ich ja noch nicht ahnen, dass 40 Minuten später Schluss sein sollte. Na ja, das war schon Negativ pur. Gerade so richtig warm geworden und dann schon wieder aufhören müssen kann einen schon abtörnen, besonders wenn das ganze Haus abgeht wie Nachbars Lumpi. Aber alles betteln half nichts, Schluss war! Um 20 vor 8 war dann Zappa. Es gab dann noch die obligatorischen Aufräumarbeiten und das ganze Zeug, aber davon wollt Ihr Party-Gänger ja sowieso nix wissen. Der Mark B. - der böse Bube - und Smart, der immer sehr adrett gekleidete junge Herr, verschickten uns dann noch auf dem Parkplatz mit einer wilden Megaphon Aktion. Schenkt so ein Teil niemals Euren Kindern, kann ich da bloß sagen! Schließlich begaben sich die überlebenden mit einem zufriedenen Lächeln und der Gewissheit eine gute Feierei hinter sich gebracht zu haben, auf den Heimweg.

Und hier noch ein Afterhour-Review:
Eine "free-entry" Party, sozusagen als Dankeschön an Euch, fand am 07.11.1997 im GO-IN statt. Es musste kein Eintritt bezahlt werden, wer aber etwas gutes tun wollte, der konnte eine Spende statt Eintritt abdrücken. Der Erlös davon ging zugunsten des Kindergartens in Obergünzburg! DJs waren u.a. THRANX, TROLL, HE-C, SMART, CRAXX, Y-TEC, B-NICE, MINDBREAKER, SUNDAY, MI-TRANCE, TONIC, S.O.L., ZIA MADOXX, S-WARP, DIDIER LEROUX + CHAMELEONS Deko.

Ansonsten... live clean and have a good vibe!
c-ya...
HE-C

Frontpage Report 1 (INFINITY) von TROLL & THRANX @ 11/1994

Was ging ab im Allgäu? Einiges! Nachdem die Infinity-Peoples ja schon seit einiger Zeit den Kampf für längere Sperrzeiten in Kempten aufgenommen hatten, sieht es jetzt tatsächlich doch so aus, als ob die politische Trägheit im Rathaus langsam überwunden wurde. Wenn man der Allgäuer Zeitung glauben schenken darf, soll die Sperrstunde in absehbarer Zeit von 3:00 auf 4:00 Uhr verlegt werden. Dann würde sich auch auf dem Rave-Sektor wieder was tun. Hallen wären ja mehr als genug am Start. Nur, wer geht auf einen Rave, auf dem um 3:00 Uhr die Schlusslichter einem die Augen ausbrennen? Na ja, schau ma mal.

Paadie mäßig ging auch einiges im Oktobär. Am 1. war DJ THRANX seit langem mal wieder im Douala in Ravensburg zu hören. Zwar waren nicht allzu viele Leute da, wegen der "Universe" in Munich und dem "Union Rave" in Düsseldorf am Sonntag wahrscheinlich, aber zusammen mit DJ Ron S. (ehemals DON) vom Futurejam, wurden diese doch noch zum Abtanzen überredet. Am nächsten Tag startete der Kemptner Bus dann zu einem Flug nach Düsseldorf, um die deutsche Einheit auf dem Union Rave zu feiern. Nach Augenzeugenberichten des Busfahrers, herrschte während der ganzen Fahrt ein krasser aber angenehm riechender Nebel, der die Sicht zum Schalthebel und den Bordinstrumenten schwer beeinträchtigte. Einigen zog es die Mundwinkel bis zu den Ohren, die zum Glück eine natürliche Barriere bildeten. Anderen wiederum zog es die Augen samt Deckel bis unter die Nase. Als der Bus schließlich in Düsseldorf landete, verflogen diese Nebenwirkungen spätestens beim Betreten der Hallen vom Tor 3. Alle waren begeistert und feierten bis zum Abwinken. Nach drei vergeblichen Anläufen, schaffte es die Kemptner-Party-Posse dann auch, DJ TRANX zu Gehör zu bekommen, der es endlich mal auf einen großen Rave geschafft hat.

Zurück im Allgäu schrie die Menge eine Woche später zum Sound von Marco Zaffarano im gut gefüllten Wallstreet in Memmingen. Am 14.10. war Frauenabend im Wallstreet mit Monika Kruse und Acid Maria. Nachdem sich die gaffende und sabbernde Männermenge vor den Plattentellern aufgelöst hatte, als diese merkte, dass die beiden nicht nur gut aussehen, sondern auch einen mega genialen Sound machen, startete die geilste Party seit langem in der Wallstreet.

Monatsmitte waren die Party-Geilen Kemptner zu Besuch im Boot in Nürnberg bei Bootsmeister Tommy Yamaha, BBM und Marc Worm, wo echt krasser Seegang herrschte. Nachdem der harte Kemptner Kern sowieso jeden Samstag in Nürnberg feiert, bin ich eindeutig dafür, die beiden Städte näher zusammenzulegen. Aber in jedem Fall 125.785 Greetings an alle vom P500 Club in Nürnberg (alles Kamille oder was?).

Ein neuer Freizeitvertreib in Lindau scheint es zu sein, DJs zu booken und dann kurz vorher abzusagen bzw. gar nicht Bescheid zu geben. So geschehen u.a. am 21.10., wo Thranx, Smart und Moe gebucht waren. Auf Gage zahlen haben sie scheinbar auch keine Lust. Schau ma mal, wie weit Ihr mit dieser Einstellung kommt.

Am 21.10. gab es den "Arts Experience" Rave in den Roxy-Hallen in Ulm und um Ulm und um Ulm herum. Viel Line-Up, viele Menschen und eine geniale Afterhour im "Ohne Worte", mit einem überragenden DJ Naughty!

Noch ein paar allgemeine News aus dem Allgäu. Kommerz- und Heavyladen "Kraftwerk" in Sonthofen startete vor kurzem seinen Tekkno-Mittwoch. Tatsächlich rennen zur Zeit alle hin. Warum? Woisch, do hert ma halt no Hits. Unter anderem 4-5 mal am Abend "Hyper Hyper". No Comment! Ein Grund mehr für DJ Thranx, seinen House- und Acid Stil im Wallstreet weiterzufahren. Irgendwann werden auch die Allgäuer Raver zur Besinnung kommen und checken, wo der Hase lang läuft.

Dritter Mittwochsclub im Bunde ist die "Endstufe" in Marktoberdorf, die sich langsam aber sicher zum Geheimtipp der Region mausert. Kleines Dachgeschoss mit mega Anlage und super Atmosphäre! Jeden Freitag gibt es DJ Thranx und Gast DJs aus dem restlichen Germany zu hören, so z.B. am 4.11. R-Damski und am 2.12. Tommy Yamaha!

Aus dem Geburtstagsclub im Wallstreet gibt es auch wieder einen gnadenlosen Absturz zu vermelden, nämlich als DJ Smart am 21.10. seinen 21sten feierte. Noch eine kleine Vorschau auf November. Am 25. wird DJ Spezial aus Berlin im Wallstreet zu hören sein. Am 25./26. soll laut Volksmund eine gute Feier in Berlin stattfinden. Auf gut Glück hat Infinity mal kurzerhand zwei Busse gechartert, die seit zwei Monaten ausverkauft sind.

Tschüß, Ciao, Shalom...
Andi & Chris

Frontpage Report 2 (INFINITY) von TROLL & THRANX @ 05/1995

Falls dieser Bericht in dieser Ausgabe noch zu lesen sein wird, haben wir das einzig und allein dem Stressverständnis der netten Redaktion zu verdanken, denn die Deadline haben wir hier unten im Süden völlig verpeilt. Der vergangene Monat war ja auch mit viel Feierei bepackt und da kann es schon zu gewissen Problemen mit dem Erinnerungsvermögen kommen. Leider war die Weggehbereitschaft der Allgäuer Zappelszene vergangenen Monat nicht ganz so groß wie üblich. Das lag sicherlich auch daran, dass sehr viele größere und ganz große Veranstaltungen in der näheren und weiteren Umgebung stattfanden. Es gibt eben immer noch zu viele Möchtegerns bei uns, die meinen, nur Partys ab 2000 Party-Peoples sind gute Partys.

Damit haben wir mit der "Endstufe" und dem "Tango" zwei wirklich gute Clubs, in die es sich lohnt reinzuschauen. Auch wenn nicht die großen Namen auf Flyer zu lesen sind, schauen die Veranstalter doch drauf, dass immer hochwertige DJs hinter den Plattentellern stehen. Aber was reg ich mich überhaupt so auf, erzähl mal lieber, was vergangenen Monat so los war.

Am 17.2. besuchte uns mal wieder Marc Worm in der "Endstufe". Das Aufwärmen schaffte DJ Thranx noch ganz gut, aber dann wurde er ganz böse "auf die Hörner" genommen und verbrachte den Rest des Abends meist schlaf(f)end im Chill-out-Room. So blieb dem Marc nichts anderes übrig, als ein 4-Stunden-Set zu absolvieren! Was ihm mit Sicherheit nichts ausgemacht hat. Für die Leute, die nicht da waren, kann ich nur sagen: "selbst schuld!". Andererseits konnten selbige ja noch am nächsten Abend den Herrn Worm bestaunen, denn da gabs einen neuen Part des Infinity Raves im Schlachthof, bei dem des weiteren auch noch die DJs Mindbreaker, Thranx (der ziemlich blass aussah), Oliver Bondzio und Peter Lavelle auflegten. Rob Acid spielte live und bekam wirklich super Kritiken im Nachhinein. War echt ober geil!

Am 19. gings dann weiter mit der Afterhour in der "Endstufe". Allgemein kann man sagen, dass es nicht überdimensional viel Leute geschafft haben, die Zeit von 4:00 bis 5:00 Uhr totzuschlagen. So war´s auch nicht brechend voll im Dachboden, aber dafür ziemlich geil. Die eigentliche Afterhour mit Smart und Thranx - die sich wohl noch am Rave verratschten - kamen erst um 7:00 Uhr. Aber die Party musste schließlich weiter gehen und so sprang erstmal Jelly ein, bis dann Smart übernahm. Aus Helligkeitsgründen kamen einige Leute auf die Idee, die Fenster in der Endstufe mit Sprühdosen zu verdunkeln, so dass mal kurzzeitig der Krupphusten rumging. Um 9:00 Uhr begab sich der harte Kern an die Jägermeisterbar, wo´s dann noch bis halb drei weiterging.

Am 24. begann dann für einige von uns das wohl härteste Wochenende ihrer Raverkarriere. Los gings am Freitag in der Endstufe, wo halbjähriges Bestehen zu feiern gab. Für ausreichend Vinyl auf den Plattentel-lern sorgten Thranx und U.P.T. aus Ulm. Und weil man ein halbes Jahr halt richtig feiern muß, ging die Party bis 10.oo Uhr. Einige kamen wieder auf die Hörner, es ging also ziemlich lustig zu.

Am Samstag fuhren dann einige nach München zu Marlboro House Tour, aber die meisten fuhren wohl zum Union Rave nach Düsseldorf. In Düsseldorf angekommen, wartete man gespannnt auf den Auf- tritt von Sublogic, wo´s dann auch gleich krass abging. Harry war klar der Abräumer-Live-Act des abends. Allgemein kann man sagen, daß der Union Rave die Reise wert war.

Erwähnenswert noch der Infinity-Rave mit dem Infinity-DJ-Team sowie Tommy Yamaha, Pierre Morgan und PussyLover. Man hatte auch Konzes-sion bis 5.oo Uhr im Schlachthof. Die Location war übrigens völlig umgebaut worden aus diesem Anlaß. Next dates im Schlachthof Kempten: 9. Mai Natural Born Raver Tour und am 24. Juni der nächste Infinity-Rave.

See ya, allhoi...
Andi & Chris

Umfragen Auswertung (INFINITY) von M.F. @ 1999-2003

DJ & LIVE-ACT BEWERTUNG

DJ GUTLIVE-ACT GUT
Craxx: IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/I (21)Cambodunum: IIIII/IIIII/IIIII/IIII (19)
Derlie_be Gott: IIIII (5)Aqualab: IIIII/IIIII (10)
H.B. Finn: IIIII (5)Mammutbaum: IIIII/I (6)
Thranx: III (3)Snaky Snake: IIIII (5)
Smart: III (3)Toxic Tunes: IIII (4)
HE-C: III (3)de.Tached: IIII (4)
Mindbreaker: II (2)BSE: IIII (4)
Troll: II (2)Static E: I (1)
Qulah: II (2)
Fabio: I (1)
S-Warp: I (1)
White Gold Funky: I (1)

BUCHT DOCH MAL
Jeff Mills (III), Hell (III), Thomas Schumacher (III), Tom Novy (II), Mike Nouveau (II), Baphomet (II), Gianni Parrotta (II), Johannes Heil (I), Rob Gee (I), Naughty (I), Marusha (I), Monika Kruse (I), Sven Väth (I), Chris Liebing (I), United Speedcore Nation (I), Daniel Benavente (I), Eva Cazal (I), Gina Wild (I), Carl Cox (I), John Digweed (I), Frank Yentner (I), Patrik Puslinger (I), Yalar (I), Noise (I), Pascal Prosper (II), Ladida (III), Whalsangal (I), Danny D. (I), Marco Remus (I), Felix da Housecat (II), Phacid (I), El Rey (I), The Lost (I), Disko Superstars (I), Jay Denhman (I), Richard Benz (I)

MUSIK BEWERTUNG

MUSIK GUTMUSIK WUNSCH
Techno: IIIII/IIIII/IIIII/IIII (19)Schranz: III (3)
House: IIIII/IIIII/IIIII/I (16)Detroit: II (2)
Trance: IIIII/IIIII/II (12)Trip-Hop: II (2)
Hardcore/Gabber: IIIII/I (6)Drum & Bass: II (2)
Acid: IIIII (5)Electro: II (2)
Goa: IIIII (5)Big-Beat: I (1)
Detroit: IIII (4)House: I (1)
Drum & Bass: III (3)Jungle: I (1)
Hip-Hop: III (3)Minimal: I (1)
Big-Beat: I (1)Newskool: I (1)
Pop: I (1)Speedcore: I (1)

PARTY BEWERTUNG

PARTY ERWARTUNGENPARTY TOP
Spass & Party: IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/II (32)Summer Vibes: IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/I (26)
Die Musik muss stimmen: IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/III (28)Stadlparty: III (3)
Coole Leute: IIIII/IIII (9)Spring Gathering: II (2)
Gutes Line-Up: IIIII/III (8)Winter Vibes: I (1)
Gute Deko: IIIII/I (6)Schaumparty: I (1)

WOHIN GEHST DU SONST
Douala (IIIII/IIIII/II), KW (IIIII/IIII), U-Schall (IIIII/III), Pitú (IIIII/II), Domé (IIIII/I), Oxa (IIII), Carfax (IIII), Go-In (III), Luna Lounge (III), Nachtwerk (III), Cave Club (III), M1 (III), Red Room (II), Natraj Tempel (II), Lok (II), Stilbruch (II), Subway (II), Ritterkeller (II), Rockopera (II), Opera (I), Bunker (I), Sensor (I), Sender (I), Jolly (I), Boot (I), Airport (I), Mart7 (I), Bionda (I), Eden (I), Subsonic (I), Phonodrom (I), Beckmann (I), Gatto (I), Laby (II), Black Side One (I), Palette (I), Waldhaus (I), Shamrock (I), Ochsen (I), 1394 (I), Festivals (I), Zoom (I), Utopia (I), Soul City (I), München (II), Prag (II), Stuttgart (I), Berlin (I), Salzburg (I), Zürich (I)

WIE ERFÄHRST DU VON PARTYS
Mundpropaganda: IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/I (36)
Flyer: IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/I (36)
SMS: IIIII/IIIII/IIIII/IIIII (20)
Internet: IIIII/IIIII/IIII (14)
Zeitung: IIIII/III (8)

VORSCHLÄGE

  • macht mal ne Party in der Fischerstraße Unterführung in Kempten
  • weniger Infinity-Acts, die meisten davon ohne echtes Gesicht bzw. Klangcharakter
  • finde es schade, dass Infinity aufhört
  • der Fuhr soll echt mal saufen lernen und sich nicht dauernd hinter seiner Alten verstecken
  • Techno ist keine Schönheitskur
  • Go-In Partys sind absolut geil, weiter so
  • schaut euch doch mal die Ausweise an, leider zu viel Kids
  • wieder mal andere DJs
  • seit es keinen Shop mehr gibt, ist es schwer an Party-Dates ran zu kommen
  • schade das nur noch so wenige "größen" gebooked werden
  • mehr Lautstärke
  • mehr Schalldruck
  • weiter so, aber lauter
  • längere Öffnungszeiten
  • lasst euch nicht klein kriegen
  • zu viele eigene schwache Newcomer
  • zu kurze Sets, lieber weniger DJs
  • zu wenig echte features, seid mal etwas mutiger
  • holt euch ein paar echte Geheimtipps wie G-Force, Baphomet, Discopizzeria
  • mehr Qualität im Line-Up
  • mehr verschieden artiger Sound
  • mehr Nutten & mehr Drogen
  • Deko ist klasse, aber vielleicht mehr mit Dias arbeiten
  • gibts Bier auch billiger
  • öfter mal wie früher feiern, es lebe der Schlachthof
  • mehr Platz zum tanzen
  • Preise halbwegs OK
  • keine Pause am Morgen
  • die Partys von Infinity sind die geilsten
  • Go-Go Tänzer/innen wären nicht schlecht
  • wie wäre es mal mit einem DJ/Live-Act Contest, Battle oder Meeting und das richtig groß aufgezogen
  • macht weiter so, aber Stock aus dem Arsch, PARTY
  • geile Deko vom Traumpaar, aber nicht immer so bunt
  • mehr Zusammenarbeit mit Schweizer DJs
  • ein hoch an die DBC
  • Grüsse an den Heckantrieb
  • macht doch bitte mal einen Link auf mountainmove.de
  • macht weiter so, echt erste Sahne
  • passt schon so wie es ist, nur nicht so hohen Eintritt
  • super Deko bei SV & WV *dickes lob*, macht einfach weiter so
  • bessere Personenkontrollen und freundlichere Türsteher
  • Bier ab 10 Liter billiger
  • DJs zum anfassen
  • bitte verschiedene Musikrichtungen anbieten
  • Zusammenarbeit mit Veranstaltern aus anderen Städten z.B. Nürnberg

ALTER
17 = I (1)
18 = III (3)
19 = IIIII/II (7)
20 = IIIII/I (6)
21 = II (2)
22 = III (3)
23 = III (3)
24 = IIIII/IIII (9)
25 = IIIII (5)
26 = IIII (4)
27 = I (1)
28 = IIIII (5)
30 = IIIII (5)
32 = I (1)
36 = I (1)
55 = I (1)
80 = I (1)
89 = I (1)

DROGEN
Nein: IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIIII/IIII (29)
Manchmal: IIIII/IIIII/IIIII/III (18)
Ja: IIIII/IIIII/IIII (14)

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