Der Weihnachtsmann

Hier eine wissenschaftliche Abhandlung ob es den Weihnachtsmann gibt:

  1. Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. Es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen und obwohl es sich dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die allerdings nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.
  2. Es gibt fast 2 Milliarden Kinder und Jugendliche unter 15 Jahre (DSW, Stand: 2018) auf der Welt. Da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindus, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15% der Gesamtbevölkerung – 378 Millionen Kinder unter 15 bleiben übrig. Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Haushalte. Wir nehmen einfach mal an, dass in jedem Haushalt mindestens ein braves Kind lebt.
  3. Der Weihnachtsmann hat einen 31 Stunden Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern eine 1/1000 Sekunde Zeit. Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runter klettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übrig gebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder rauf klettern und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, dass jeder dieser 91,8 Millionen Stopps gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt und eine Gesamtstrecke von 120,8 Millionen km, nicht mitberechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muss. Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km/s fliegt, also der 3000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde (Stand: 2013), die Raumsonde New Horizons, startete mit 16,21 km/s. Ein gewöhnliches Rentier schafft höchstens 24 km/h.
  4. Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht eingerechnet den Weihnachtsmann (der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird). Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass ein “fliegendes Rentier” (siehe Punkt 1) das zehnfache normale Gewicht ziehen könnte, braucht man für den Schlitten nicht 8 oder vielleicht 9 Rentiere, man braucht 216.000! Das erhöht das Gewicht (den Schlitten selbst noch nicht eingerechnet) auf 410.400 Tonnen.
  5. Also 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand, dadurch werden die Rentiere extrem aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 Trillionen Joule Energie absorbieren, pro Sekunde, jedes! Anders ausgedrückt, sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen. Das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt. Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5/1000 Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein (angenommen) 120 kg schwerer Weihnachtsmann würde somit an das Ende seines Schlittens genagelt (mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton).

Damit kommen wir zu dem Schluss:
Wenn der Weihnachtsmann (irgendwann einmal) die Geschenke gebracht haben sollte, dann ist er heute tot!

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